Quartiers Verts
Wien 1220, Lavaterstraße 5
Objektbeschreibung
Architekt: Ceska Priesner Architektur
Wohnungen: 56
Reihenhäuser: 12
Büro: 1
Ordination: 1
Garagenplätze: 71
Fertigstellung: Dezember 2010
Eigentumsbegründung: Ja
Gefördert nach §: 3.2-3 NB-VO 2007
Flexible Grundrisse: Ja
Heizform: Fernwärme
Fenster: Holz
Ausstattung: Bodenbelag BAD / WC: Fliesen, Wohnräume: Parkett
Projektberschreibung:
Straßentrakt
Der Baukörper an der Lavaterstraße wird, der städtebaulichen Intention entsprechend, als klassischer Geschosswohnbau ausgebildet, dessen Straßenseite in der Loggienzone sanft gefaltet
wird.
Die Baukörper sind als Zweispänner - Typen konzipiert, alle Wohnungen damit beidseitig belichtet (Wohnzone Südost zur Straße, Schlafzone Nordwest zum Hof) und quer durchlüftet. Die
Stiegenhäuser dienen auch zur Erschließung der Laubengänge der Terrassenhäuser. Die Erdgeschosszone enthält eine Ordination und eine Büroeinheit, Nebenräume (Fahrrad-, Kinderwagen und
Müllraum) sowie einen Gemeinschaftsraum. Vor den Nebenräumen dieses Bauteils werden verglaste „Pflanzvitrinen" an der Lavaterstraße angeordnet, die den Gehsteig auf attraktive Weise
begleiten und am Abend zusätzlich beleuchten.
Am nördlichen Grundstücksrand befindet sich ein Durchgang zum hinteren Grundstücksteil sowie die Ein- und Ausfahrtsrampe der Tiefgarage.
Terrassenhäuser
In der Mittelzone des Grundstücks sind zwei dreigeschossige Terrassenhäuser angeordnet und über Laubengänge (offen, aber wettergeschützt) erschlossen. Diese Laubengänge werden am Ostende
an die Stiegen des Straßentraktes angeschlossen, am Westende mit einem weiteren Stiegenhaus, bzw. einer Fluchtstiege verbunden. Alle Aufenthaltsräume sind zu den Terrassen Südwest
orientiert, Küche und Bad an den Laubengang, mit öffenbaren Fenstern. Die Erdgeschosse sind 30 cm über das Geländeniveau angehoben und mit großen Terrassen mit vorgelagertem
Pflanzstreifen ausgestattet.
Den Abschluss der Terrassenhäuser nach Westen bildet ein quer gestellter Baukörper, im Erdgeschoss mit Fahrrad- und Kinderwagenraum und einem gedeckten Bereich, im ersten Stock mit zwei
Atelierwohnungen. Im zweiten Stock wird hier die Waschküche angeordnet, die als multifunktionaler Raum mit abtrennbarer Waschnische auch als Gemeinschaftsraum genutzt werden kann und dem
großzügige Gemeinschaftsterrassen zugeordnet sind.
Reihenhäuser
Im westlichsten Bereich werden Reihenhäuser, je nach Gegebenheit zu Doppelhäusern verbunden bzw. länger gereiht und gruppiert. Gesamt eine aufgelockerte Anordnung, assoziiert mit Schafen,
die in einer Wiese grasen. Den zweigeschossigen Häusern sind Nutzergärten zugeordnet. Das Erdgeschoss dient als Wohnzone, das Obergeschoss als Schlafzone. Der Zugang zu den Häusern
erfolgt situationsabhängig von süd bzw. nord, die Hauptorientierung der Wohnzone erfolgt zur jeweils attraktivsten Seite (Ost, West oder Süd), die Schlafzimmer sind immer südorientiert.
An den Übergängen von den Erschließungswegen zu den Gärten schaffen Flugdächer gedeckte Fahrradabstellplätze.
An der nördlichen Grundstücksgrenze werden die Reihenhäuser direkt angebaut und bilden das „Rückgrat" des Quartiers, kleine Oberlichtfenster an der Nordseite ermöglichen eine
Querdurchlüftung der Wohnungen.
Als Sonderfall sind in dieser Zeile vier Häuser im östlichen Abschnitt mit einer dritten Ebene ausgestattet („Studio" und Dachterrasse).
Energieverbrauchsreduzierung:
Optimale passive Sonnenenergienutzung durch Lage aller Aufenthaltsräume an Sonnenseiten, nur verschwindend geringer Anteil an Nordfenstern. Niedrigenergiehausstandard.
Kompakte Baukörper mit minimalen Vor- und Rücksprüngen.
Energiegünstiges Verkehrsverhalten der Bewohner wird durch Nähe zur U-Bahn und optimales Freiflächenangebot in der Anlage begünstigt.

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